OHI Update 2016 – die Vorträge

OHI Update 2016 – die Vorträge

Am Samstag 4. Juni 2016 findet eine der größten österreichischen Tagungen der Branche in der Wiener Urania statt. Acht Fachvorträge zu den Themen Augenoptik und Hörakustik werden parallel in zwei Sälen stattfinden. Jetzt noch rasch anmelden!

Der Bogen der Vorträge reicht von AMD, multifokalen Kontaktlinsen, Nachtmyopie, Gehörschutz, Psychoakustik bis hin zu wertvollen Tipps in der Kundenkommunikation. Eine Präsentation von ausgewählten Produkte und Dienstleistungen durch die Partner der Industrie komplettieren den gewichtigen Fortbildungstag in Österreichs berühmter Sternwarte.

Mit nur 35 Euro Tagungskosten bietet die OHI (Optometrie & Hörakustik Initiative) am 4. Juni 2016 eine preiswerte Möglichkeit sein Fachwissen up to date zu halten. Zudem bietet die Wiener Urania ein Umfeld der Begegnung und des Austauschs. Über 100 Teilnehmeranmeldungen, eine breite Unterstützung aus der Industrie und erfahrene Vortragende – auch aus dem internationalen Bereich – garantieren einen spannenden Seminartag.

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Im Nachfolgenden finden Sie eine Zusammenfassung zu den einzelnen Vorträgen und was Sie zu den Themen Augenoptik und Hörakustik erwartet.

Augenoptik & Optometrie

Dr. Isabella Kravarik-Stelzer

Dr. phil. Isabella Kravarik-Stelzer
Umgang mit chronischer altersassoziierter Erkrankungen am Beispiel der AMD

Medizinische und technische Fortschritte unserer Zeit machen nicht nur eine bessere Versorgung älterer und alter Menschen möglich, sondern lassen auch die Lebenserwartung in guter Gesundheit ansteigen. Dennoch geht Langlebigkeit mit der Zunahme chronischer Erkrankungen einher, ebenso haben alterskorrelierende Einschränkungen und Verluste bei älteren und alten Menschen einen wesentlichen Einfluss auf deren Leben. Eine dieser Erkrankungen, mit der Augenoptiker und Optometristen tagtäglich konfrontiert werden, ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Diese chronische Augenerkrankung führt zu einer progredienten Sehreduktion, kann als eine typisch chronische altersassoziierte Erkrankung bezeichnet werden und zieht durch ihre Folgen auf das Sehvermögen wesentliche neue Herausforderungen im Leben der Betroffenen nach sich.

Der Vortrag setzt sich mit der Studie auseinander, die ihren Schwerpunkt auf den Umgang mit AMD über 80-jähriger Betroffener legt, die im Rahmen einer Dissertation an der Universität Wien am Institut für Pflegewissenschaft unter der Betreuung von Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Hanna Mayer durchgeführt wurde. Zentral ist die pflegewissenschaftliche Perspektive auf den Umgang mit AMD als chronische altersassoziierte Erkrankung. Zu den Kernaufgaben von Optikern und Optometristen zählt die optimale Versorgung AMD-Betroffener, deren Umgang mit ihrer Erkrankung aus dem pflegewissenschaftlichen Blickwinkel zu betrachten, soll zu einem erweiterten Verständnis und somit zur bestmöglichen Betreuung dieser Personengruppe verhelfen. Anhand der Ergebnisse der Studie sollen neben den neuen Herausforderungen auch die Strategien erläutert werden, die Betroffene entwickeln, um den Alltag zu meistern, sowie beschrieben werden, was für sie Zufriedenheit und Wohlbefinden im Lebensabschnitt Alter bedeutet.

Michael Bärtschi

Michael Baertschi, PhD (Biomedicine), M.Sc.Optom. et M.med.Education, FAAO
Anpassstrategien für multifokale Kontaktlinsen

Der Presbyopiemarkt ist aktuell mit Kontaktlinsen noch markant unterversorgt. Dabei wäre gerade diese Kundengruppe höchst erstrebenswert aus einer Vielzahl von betriebswichtigen Gründen. Klug gewählte Apassstrategien und eine überzeugende, positive Einstellung des gesamten Teams ermöglichen es heute in einem vorher nie gekannten Ausmass multifokale Kontaktlinsen erfolgreich anzupassen.

Bereits mit nur gerade drei verschiedenen Presybopiesystemen (Monovision, Simultan und Alternierend) und einem minimalen Anpasssatz von drei verschiedenen Simultantypen sind die allermeisten Kunden erfolgreich in kürzester Zeit ausrüstbar.

Das Cross-Selling verhilft gerade in dieser loyalen und kaufkräftigen Bevölkerungsgruppe zudem zu nachhaltigem, betriebswirtschaftlichem Erfolg und Prestigegewinn.

Dieter Medvey, MSc

Dieter Medvey, MSc
Nachtmyopie, Blendungen und Sicherheit im Straßenverkehr

Der technische Fortschritt in der Beleuchtungstechnik war in den letzten Jahren sehr beeindruckend. Besonders die neuen Lichttechnologien bei modernen Kraftfahrzeugen wirken sich einerseits positiv auf die Sicherheit aus, andererseits fühlen sich aber auch viele Verkehrsteilnehmer nicht nur bei ungünstigen Licht- und Wetterverhältnissen wie z.B. bei Regen oder Nebel unwohl, sondern auch durch die starke Blendung in der Dämmerung oder Nacht oft sehr unsicher.

In dem Vortrag werden die unterschiedlichen Beleuchtungstechniken von modernen Kraftfahrzeugen vorgestellt und analysiert wie sich diese auf das menschliche Auge auswirken. Ebenso wird auch auf die Ursachen von Nachtblindheit und Nachtmyopie sowie deren Erkennung eingegangen. Welche Möglichkeiten sich dadurch für den Augenoptiker ergeben, und mit welchen neuen Produkten die Glasindustrie aufwartet, wird im dritten Teil des Vortrages vorgestellt.

Markus Edelmann

Markus Edelmann
Vom Kunden zum Stammkunden. Das Geheimnis der 3 B‘s

Was zeichnet ein ausgezeichnetes Unternehmen aus? Was erwarte und wünsche ich mir als Kunde? Welchen Wert kann ich persönlich erhöhen? Wie baue ich eine echte und einmalige Kundenbeziehung auf und pflege diese? Wie kann ich permanent meine Beratung optimieren? Wie stecke ich meine Umgebung mit meiner Begeisterung an? Vom Empfang bis zur Verabschiedung und Nachbetreuung…

Sind Sie offen und neugierig? Dann freuen Sie sich auf einen Korb voller Begeisterungs-Ideen, welche Sie sofort auch garantiert umsetzen können!

Hörakustik

Mag. Esther Rois-Merz

Mag. Esther Rois-Merz
Maßgefertigter Gehörschutz. Geltende Richtlinien, Anwendungsgebiet und Überprüfungs-Möglichkeiten

Maßgefertigter Gehörschutz kommt in vielen Bereichen zum Einsatz. Er soll Arbeitslärm abdämpfen, Kommunikation evtl. ermöglichen oder für den Musikgenuss klangneutral sein. Diese Optionen werden mit geprüften Filterelementen für den Kunden individuell angepasst.

Doch wie kann diese Filterwirkung überprüft werden? Zuallererst geht es darum, die Datenblätter interpretieren zu lernen. Dichtungsprüfung, InSitu-Messungen und Hörtests im Freifeld sind mögliche Überprüfungsmethoden für den Hörakustikmeisterbetrieb. Richtlinien in Deutschland sehen diese auch vor, werden aber in Österreich (zurzeit noch) nicht exekutiert. Für die Branche besteht mit der Maßanfertigung die Möglichkeit der Differenzierung von Internetanbietern und der vertrauensvollen Kundenberatung, wenn in die Überprüfung von Gehörschutz investiert wird. Diese Arbeiten sind relativ einfach, wenig komplex und können auch von angelernten Fachkräften durchgeführt werden.

Nebst diesen praktischen Hinweisen für den Berufsalltag informiert der Vortrag über die Messmethoden der Baumusterprüfung und bietet einen Überblick über die Anwendungsfelder des maßgefertigen Gehörschutzes, welcher auch der Verkaufs-Orientierung dient.

Saleh Siddiq

Mag. Saleh Siddiq
Psychoakustik aus physiologischer Sicht

Unser Gehörsinn bedient sich einer Reihe unerwartet raffinierter Verarbeitungsschritte, um aus Schall gehörte Empfindungen zu machen. Die Arbeitsweise des gesunden Ohrs zu verstehen ist die Vorrausetzung dafür, um bei eingeschränkter Hörfähigkeit gezielt(!) Abhilfe zu leisten. In der Psychoakustik ergründet man die Funktionsweise des Gehörs, indem die Beziehung zwischen Schallreiz und Hörempfindung untersucht wird.

Dieser Vortrag betrachtet zunächst die Anforderungen, die speziell Musik an das Gehör stellt und beleuchtet daraufhin einige der zentralen Verarbeitungstrategien des Gehörs. Es stehen dabei besonders diejenigen Prozesse im Vordergrund, die zum Einen für die Musikperzeption bedeutsam sind und zum Anderen bei der Hörgeräteentwicklung im Fokus stehen. Dies sind u.a. die Mechanismen des räumlichen Hörens, die Verarbeitung in Frequenzgruppenbreiten, die damit verbundene Verdeckung sowie die für den Musikkonsum fundamentale Tonhöhenwahrnehmung.

Ludwig Kollenz

Ludwig Kollenz, MA
Psychoakustik aus technischer Sicht

Digitale Hörgeräte nutzen unterschiedlichste Strategien um ein Signal für den Träger aufzubereiten. Zunächst stellt sich die Frage welche Phänomene von der Psychoakustik beobachtet werden können und dann wie die relevanten Phänomene technisch adäquat umzusetzen wären. Im Beitrag sollen zunächst aktuelle technische Umsetzungen besprochen werden um dann den Bogen zu Aufgabenstellungen zu schlagen. Hierbei wird auf den Beitrag des Kollegen Siddiq eingegangen und dessen Ausführungen als Grundlage herangezogen.

Wesentliche Themen werden Lokalisation bzw. Beamforming sein sowie die Verarbeitung in Bändern auf Basis von Frequenzgruppenbreiten. Auch technische Alternativen wie die Wavelet Transformation und auditorische Filtern bilden ein Kernthema des Beitrages. Den Abschluss bildet eine pragmatische Betrachtung dessen, was digitale Signalprozessoren für Hörgeräte derzeit leisten können im Verhältnis zu Themen und Tendenzen aktueller Forschung.

Manfred Stella

Manfred Stella
Aufzahlungen richtig argumentieren – einmal anders

„Der Vorspann“: In der Folge 11 einer berühmten TV Sitcom stehen diesmal die Hörakustiker im Fokus. Gezeigt wird das Spannungsfeld in dem sich die „Helden des Ladentisches“ diesmal befinden.
Thema des anschließenden Kurz-Workshops: die Kommunikation der Unterschiede zwischen einem Kassengerät und den sogenannten Geräten in den „höherpreisigen Segmenten“…

Basis dafür ist das Fachwissen der Hörakustiker, um Argumente in der Kundenberatung zwischen Geräten die „ausreichend und zweckmäßig“ sind und Hörsystemen, „die das Maß des Notwendigen überschreiten und Mehrwerte bieten“, zu liefern.

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